Staatliche Anerkennung für andere Abschlüsse aus dem Inland

Abschlüsse anderer pädagogischer Fachrichtungen an Hamburger Hochschulen

Der Erwerb der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiter oder Sozialarbeiterin bzw. Sozialpädagoge oder Sozialpädagogin ist Absolventinnen und Absolventen vorbehalten, die einen Studiengang der Sozialen Arbeit besucht und abgeschlossen haben, für den die entsprechende berufsrechtliche Eignung von Seiten der zuständigen Behörde (in Hamburg die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration - BASFI) festgestellt worden ist. Die Hochschule muss eine solche berufsrechtliche Eignung für den jeweiligen Studiengang beantragen.

Die berufsrechtliche Eignung wurde mittlerweile für diverse Studiengänge der Sozialen Arbeit an staatlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen in Hamburg festgestellt - nicht jedoch für erziehungswissenschaftliche Studiengänge der Universität Hamburg oder der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Ebenso ist eine berufsrechtliche Eignung für andere pädagogische oder sozialwissenschaftliche Studiengänge bislang nicht festgestellt worden.

§ 1 Abs. 3 des Anerkennungsgesetzes Soziale Arbeit bezieht sich auf Studiengänge, nicht auf einzelne Abschlüsse einzelner Absolventinnen und Absolventen. Theoretisch könnte eine Hochschule auch auf dieser rechtlichen Grundlage die notwendige berufsrechtliche Eignung beantragen. Tatsächlich ist dies bislang nicht erfolgt oder war nicht erfolgreich. 

Wenn Sie die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagogin oder Sozialpädagoge auf Grundlage eines deutschen pädagogischen oder sozialwissenschaftlichen Abschlusses erwerben möchten, bleibt Ihnen nur der Weg, sich für einen grundständigen, staatlich anerkannten Studiengang der Sozialen Arbeit zu bewerben und gegebenenfalls Teilleistungen aus einem Erststudium anrechnen zu lassen.

 

Tarifliche Gleichstellung

Ungeachtet dessen steht es den jeweiligen Dienststellen und Arbeitgebern zunächst einmal frei, Regelungen zu finden, unter welchen Bedingungen und mit welcher Qualifikation bestimmte Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden können und ob diese tariflich den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern bzw. Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen mit staatlicher Anerkennung gleichgestellt werden oder nicht.

In einigen Bereichen war in der Vergangenheit die staatliche Anerkennung zwingend erforderlich, in einigen wird sie heute noch verlangt, in anderen wird sie nicht mehr unter allen Umständen verlangt - beispielsweise wenn bereits mehrjährige Berufserfahrung in vergleichbarer Funktion nachgewiesen werden kann.

Die Verfahren und Maßgaben sind heterogen und immer Entscheidung des jeweiligen Arbeitgebers, ggf. in Abstimmung mit Kostenträgern.

 

Abschlüsse aus anderen Bundesländern

Unabhängig davon, ob Sie einen Studiengang der Sozialen Arbeit oder einen anderen Studiengang in einem anderen Bundesland der Bundesrepublik Deutschland absolviert haben:

Die staatliche Anerkennung ist landesrechtlich geregelt und grundsätzlich Angelegenheit des Bundeslandes, in dem sich der Hauptsitz der Hochschule befindet.

In Hamburg werden ausschließlich staatliche Anerkennungen erteilt, wenn der Studiengang in den Geltungsbereich der Hamburgischen Landesgesetze fällt.